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Viertklässler fluteten die Bücherei in Weyer

Selten erlebt eine Bücherei so einen Andrang wie die KÖB Weyer am Mittwoch, den 19. Juni 2024. Alle drei 4. Klassen der Grundschule Gochsheim folgten mit ihren Lehrerinnen der Einladung von Büchereileiterin Margit Stöhlein. Im ersten Durchgang ließen sich 40 Kinder der Klassen 4a und 4b über das Angebot der Bücherei informieren, stellten jede Menge Fragen und bekamen viele Antworten. Welche Bücherarten gibt es? Welche Teile hat ein Buch? Wie sind die Medien geordnet?

Richtig erraten wurden die meistverkauften Kinder- und Jugendbücher, nämlich die Harry Potter-Bände und „Der kleine Prinz“. Das meistverkaufte Buch der Welt errieten die Besucher nicht gleich - die Bibel.



Die Katholische öffentliche Bücherei Weyer ist 14-tägig mittwochs von 15:30 – 18:00 Uhr geöffnet, 2200 Medien stehen zur Auswahl und zum KÖB-Team gehören zehn ehrenamtliche Mitarbeiterinnen. Die Bücherei in Weyer gibt es seit 60 Jahren und seit 30 Jahren hat sie ihr heutiges Domizil. Die Ausleihe ist kostenlos, die Ausleihzeit beträgt vier Wochen. Säumnisgebühren fallen an, wenn die Ausleihzeit nicht eingehalten wird. Neben Büchern und Spielen kann man auch Tonträger wie die Tonies ausleihen. In der KÖB Weyer gibt es neben den verschiedenen Medien auch noch Kaffee und Kuchen und ist daher immer einen Besuch wert.


Einige Jungen und Mädchen der Grundschule Gochsheim besitzen sogar mehrere Leserausweise von verschiedenen Bibliotheken und wussten sehr genau, welche wichtige Funktion Büchereien haben und warum Lesen so nützlich ist.


Bevor die Kids sich selbst mit den Medien beschäftigen durften, bot ihnen Margit Stöhlein etwas Besonderes. Sie las das Buch „Ungalli“ von Lena Raubaum mit Zeichnungen von Tobias Kreijtschi vor und während des Vortrags waren die Mädchen und Jungen zur Mitwirkung aufgerufen, was ihnen sichtlich Freude bereitete.



Zum Inhalt des bebilderten Buches:

Eine Dürre plagt das Land und die Tiere sehen letztlich keine andere Möglichkeit mehr, als auszuwandern. Nur der Löwe bleibt zurück – irgendwer muss ja die Stellung halten. Bald erreichen die Tiere ihr Ziel: Einen Baum, der saftige, sättigende Früchte trägt. Doch leider hängen diese so hoch, dass die Tiere sie nicht erreichen können. Die kleine Schildkröte erinnert sich, dass sich die Äste herabneigen, sobald der Name des Baumes genannt wird. Doch niemand kennt ihn, abgesehen vom Löwen. Zunächst macht sich die schnelle Gazelle auf den Rückweg, um den Löwen nach dem Wort zu fragen, doch sie ist so sehr in Eile, dass sie es sich nicht merkt. Anschließend versucht der Elefant sein Glück, doch auch er vergisst den Namen, da er zu sehr damit beschäftigt ist, sich selbst ob seines guten Gedächtnisses zu loben. Schließlich durfte die Schildkröte ihr Glück versuchen. Während ihrer langsamen Tappserei wiederholt sie mantraartig den erlösenden Begriff: „Ungalli“. Und tatsächlich, die Früchte senken sich. Die drohende Hungersnot ist gebannt und die Tiere sind um die Erkenntnis reicher, dass es für so manches Ziel Wiederholung und Übung braucht.


Obwohl gleichzeitig 40 Kinder die Räumlichkeiten füllten, fanden alle genügend Platz, um Spiele auszuprobieren, zu schmökern oder die Regale zu durchforsten, was es da alles an Medien gibt.



Nachdem die Klassen 4a und 4b die Bücherei verlassen hatten, kamen schließlich auch die 19 Mädchen und Jungen der Klasse 4c in den Genuss dieses abwechslungsreichen Programmes, das mit sehr viel Hingabe und Liebe zum Detail geplant und durchgeführt wurde. Die Lehrkräfte hielten sich bewusst im Hintergrund und bedankten sich bei Margit Stöhlein und dem KÖB-Team.


Zuerst besuchten die Klassen 4a und 4b die Bücherei in Weyer.

Im zweiten Durchgang durfte Klasse 4c die KÖB Weyer durchstöbern.

Peter Volz, Christina Spath

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